Weininhaltsstoffe

Alkohol

Der Alkohol entsteht durch Gärung aus dem in den Trauben enthaltenen Fruchtzucker. In Jahren mit schlechten Witterungs-Verhältnissen, d.h. wenn die natürliche Zuckerproduktion der Reben nicht ausreicht, darf den für die Qualitätsweinbereitung vorgesehenen Mosten ( Q.b.A. ) in streng festgelegten Grenzen vor der Gärung Rübenzucker zugesetzt werden. Dieser zugefügte Zucker gewährleistet, dass in der nachfolgenden Gärung ausreichend Alkohol gebildet werden kann, der dem Wein ein entsprechendes Rückgrat verleiht. Der Alkoholgehalt des Weines ist mitentscheidend für seine Haltbarkeit. Qualitätsweine mit Prädikat dürfen im Gegensatz zu vielen ausländischen Spitzenweinen nicht angereichert werden. Daher haben die Kabinettweine in der Regel einen geringeren Alkoholgehalt als die angereicherten Qualitätsweine. Diese Zuckerung hat nichts mit dem im Wein enthaltenen unvergorenen Restzucker ( RZ ) zu tun.

Säure

Der Säuregehalt eines Weines umfasst in der Hauptsache Wein- und Äpfelsäure. Die Säure ist eine wesentliche Säule des Weincharakters. Darüber hinaus ist sie ganz wesentlich für die Haltbarkeit des Weines. Rotweine enthalten in der Regel weniger Säure als Weißweine. Die im Weingut Dr. Gietz angebauten Rieslingweine weisen oft eine betonte, fruchtige Säure auf, die man in Weinen ausländischer Anbaugebiete meist vergebens sucht.

Restzucker

An der Restzuckerangabe ( RZ ) in der Preisliste können Sie ersehen, wie viel unvergorener Zucker noch im Wein enthalten ist. Fast alle Weine sind nach der Gärung "durchgegoren", also praktisch frei von Restzucker. Eine eventuelle Süße erhalten die Weine in der Regel erst kurz vor der Flaschenfüllung. Bis zu diesem Zeitpunkt sind sie nämlich in "trockenem Zustand" besser vor unerwünschten mikrobio-logischen Veränderungen geschützt. Die Restsüße von Weinen erreicht man dadurch, dass man ihnen keimfreien Most der gleichen Qualitätsstufe zusetzt. Man erhält so die typische Süße der Traube.

Einteilung für Wein:

Schwefelige Säure

Schon seit Jahrhunderten kennt und nutzt man bei der Weinbereitung die schweflige Säure. Ihre konservierende Wirkung wird bei der Behandlung von Weinfässern und auch bei der Haltbarmachung von verschiedenen Lebensmitteln genutzt. Heute weiß man, dass die schweflige Säure auch noch andere Wirkungen beim Weinausbau hat. So bindet und neutralisiert sie u. a. Acetaldehyd, eine unangenehm riechende und schmeckende Substanz, die bei der alkoholischen Gärung entsteht. Auch zum Schutz vor Oxidation, bei der durch Luftkontakt die Weinfarbe und das Aroma verändert werden kann, wird schweflige Säure eingesetzt. Ebenso schränkt sie die Tätigkeit unerwünschter Mikroorganismen ein. Im Weingesetz sind für den Einsatz der schwefligen Säure Höchstwerte festgelegt worden, die im Weingut Dr. Gietz dankt einer sehr schonenden Kellertechnik weit unterschritten werden. 

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