Wein und Speise

Bei den Weinempfehlungen zu Speisen muss von beiden der Geschmack untersucht und die Regeln der Wechselwirkungen des Geschmacks beachtet werden. Die Grundregel heißt: "Gleich und gleich gesellt sich gern." Das heißt, Speisen und Wein müssen möglichst gleiche und gleich starke Geschmackseindrücke haben. Die Grundgeschmacksarten sind Zungengeschmack, Aroma und Körper

Zungengeschmack

Er bedarf keiner besonderen Erläuterung. Die Begriffe "süß, salzig, sauer und bitter" sind klar, nur diese sind auf der Zunge zu schmecken. Alle speziellen Empfindungen, die nicht süß, salzig, sauer und bitter sind z.B. Pfirsich-, Erdbeer- oder Bratenaroma werden über das Geruchsempfinden wahrgenommen. All die feinen Unterschiede wie die besondere "Frucht" oder die "Würze" der Süße sind gasförmig und werden oberhalb der Nase im Rachenraum von den Nerven einer Schleimhaut aufgenommen. Man glaubt, diesen "Geschmack" auf der Zunge zu spüren, aber es ist eine Sinnestäuschung!

Aroma

Das Aroma ist schwierig zu beschreiben, höchstens zu vergleichen ( schmeckt wie.... usw. ) Es gibt mehr als 20.000 verschiedene Aromen, daher ist es sinnlos das Aroma nach seiner Art einzustufen. Für die Harmonie von Speise und Wein gilt nur die Stärke, die Intensität. Es ist falsch zu glauben, dass ein spezielles Aroma für das Harmonieverhältnis zwischen Speise und Wein verantwortlich ist. Es gibt Sympathien zwischen Aromen ( z.B. Riesling und Äpfel ), diese sollte man aber nicht überbewerten. Wirkliches Gewicht im Harmonieverhältnis haben die Zungengeschmacksarten.

 

 

Körper

Der Körper kommt aus der Weinbeschreibung und beinhaltet die physikalischen Eigenschaften ( Temperatur) und den Tastsinn für die Dünn- oder Dickflüssigkeit. Er berücksichtigt auch die mehr oder weniger großen Eindrücke der anderen Geschmacksarten. Diese sechs Geschmacksbegriffe "süß, salzig, sauer, bitter, Aroma, Körper" sind individuell geprägt und unterscheidbar. Zur Idealauswahl des Weines berücksichtigt man das "Harmonieprinzip". Das heißt, die Summe der Geschmacksempfindungen soll bei Speisen und Wein gleich groß sein. Natürlich kann man davon abweichen, wenn man einen Kontrast möchte, doch bei der Süße ist besondere Vorsicht geboten, denn sie ist die stärkste Kraft und hat die größte Wechselwirkung mit dem größten Speichervermögen.

 

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