Die Weinprobe  

 

Eine Weinprobe ist keine Angelegenheit nur für Spezialisten. Man sollte sich nicht verunsichern lassen durch Urteile von Fachleuten oder Prädikatsbezeichnungen - nur das eigene Empfinden entscheidet letztendlich. Und jedem schmeckt ein Glas Wein anders.

Für die Weinprobe sind einige Dinge zu beachten und vorzubereiten:

·       Die Zielsetzungen bzw. das Motto der Weinprobe festlegen. Die Weinprobe sollte möglichst nicht mehr als 12 Weine  umfassen. Die Reihenfolge der Probe erfolgt mit aufsteigender Qualität. Das deutsche Weingesetz stuft die in Deutschland erzeugten Weine nach dem im Most enthaltenen Fruchtzuckergehalt ein. Die Einteilung sieht wie folgt aus: Tafelwein, Landwein, Qualitätswein b. A. und Qualitätswein mit Prädikat.  Die Gruppe der Qualitätsweine mit Prädikat teilt sich dann nochmals in einzelne Untergruppen auf Kabinett, Spätlese, Auslese, Beerenauslese, Trockenbeerenauslese und Eiswein.  , wobei zuerst die Weisweine und dann die Rotweine probiert werden. Weißherbst oder Rosé kann idealer Weise den Übergang von weiß nach rot erleichtern. Eine Weinprobe sollte neben der Weinbeurteilung und dem Erfahrungsaustausch auch kurzweilig sein und Spaß machen.

·       Die Temperatur des Weines richtet sich nach der Weinart:

1.     Weißherbst und Rose:                  7-10°C

2.     Weißwein:                                     9-12°C

3.     Rotwein                                       16-20°C

·       Die Gläser sollten farblos und dünnwandig sein, für Weißwein kleine und Apfelförmig, für Rotwein größer und bauchig. Wenn jeder Teilnehmer zwei Gläser erhält kann man zurückprobieren und vergleichen, wodurch die Probe anschaulicher und lehrreicher wird.

·       Die Weinbeurteilung erfolgt in drei Schritten, schon die alten Römer beschäftigten sich intensiv mit dem Thema Weinprobe; aus jener Zeit stammt die Formel "Color (Farbe) - Odor (Geruch) - Sapor (Geschmack)", eine Reihenfolge, wie sie noch heute beim Probieren eines Weines eingehalten wird

·       Zur Weinprobe gehört auch das passende Umfeld. Den Tisch mit Ausgussgefäßen und Kerzen bestücken. Jeder Teilnehmer erhält eine Probenliste mit der Möglichkeit eigene Eindrücke zu den Weinen aufzuschreiben. Zwischen den einzelnen Proben kann man durch Brötchen oder Brot die Geschmacksnerven neutralisieren. Insgesamt sollte die Weinprobe nicht länger als zwei Stunden dauern.

·       Nach der eigentlichen Probe sollte noch genügend Zeit sein, um mit einem Essen den Abend zu beenden. Dabei trink man am einfachen, trockenen Wein. Ein Pils zum Abschluss des Abends kann auf angenehme Weise den Durst einer Weinprobe löschen.

Allerdings kann man die eigene Wahrnehmung schulen; und je mehr man über die Funktionsweise seiner Sinnesorgane weiß und darüber, was einen guten Wein ausmacht, desto mehr Spaß und Abwechslung kann eine Weinprobe zu Hause bringen.

Gerne stellen wir Ihnen ein Probepaket nach Ihrer Wahl zusammen. Lassen Sie sich von uns beraten. Wir helfen Ihnen gerne und kompetent weiter.

 

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